Rundbriefe ab Mai 2017

Rundbrief Nr. 138 – Im Dezember 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Am geselligen Abend „Literatur und Weinkultur“ führte das diesjährige Thema „Stefan Andres in Italia – Orte der Sehnsucht“ geradewegs zum Schauplatz Positano und dort zur kleinen Piazza am Fuße des Domes.  Die Ansicht des Zentrums von Positano erscheint als Motiv auf einer der Postkarten, die Stefan Andres 1944 zum Verkauf an die Alliierten herstellte, um einen kleinen Beitrag zur Versorgung seiner darbenden Familie zu leisten.

Den Umstand notiert Dorothee Andres in „‘Carpe Diem‘. Mein Leben mit Stefan Andres“: …, und zwar verdiente mein Mann auf drollige Weise: er zeichnete Postkarten für die Alliierten Urlauber.  … Bald waren die Postkarten so beliebt, dass wir sie en gros herstellen mussten. Andres hatte u.a. das berühmte Motiv aus Neapel gewählt: den Golf mit dem rauchenden Vesuv und den beiden Pinien, und einige Motive aus Positano. 

Und Stefan Andres verleiht der Situation etwas Dramatik in seinem Erinnerungs-Roman „Der Taubenturm“: „Gut“, sagte sie, „dann ernähre uns!“ Ich schaute über ihre Schulter fort und sah an der Wand mein Aquarell, das ich vom Dom gemacht hatte.

Das Ergebnis dieser Kunst im Dienst des Broterwerbs liegt uns auch als Dom-Motiv vor.

Im Namen der StAG kann ich Ihnen daher diese Andres-Grußkarte übersenden:

  Buon Natale

               

 

 

 

 

 

                                

                                 Mit den besten Wünschen zum Weihnachtsfest

                                                         und zum Neuen Jahr!

Ihr Wolfgang Keil

 

Nachtrag: Den neuen Editions-Band „Briefe von und an Stefan Andres – 1930-1970“, herausgegeben und kommentiert von Günther Nicolin und Georg Guntermann, Wallstein Verlag, 696 Seiten, können Mitlieder erwerben zum Preis von 25 € (Ladenpreis 35 €). – Bestellung unter Angabe der Anschrift per Mail oder Telefon (0651/67177).

 

               

Rundbrief Nr. 137 – Im Oktober 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

 

Die Stefan-Andres-Gesellschaft lädt ein zur Vorstellung des großen Editionsbandes

                            „Briefe von und an Stefan Andres 1930 – 1970“

für Samstag, den 10. November, 17.00 Uhr,

in den Seminarraum des Niederprümer Hofes in Schweich.

 

Die Herausgeber, Günther Nicolin (Königswinter) und Georg Guntermann (Bonn, ehem. Universität Trier), werden ihre Briefauswahl selbst zitieren und kommentieren. In ihrer „Einführung“ schreiben sie:

Der vorliegende Band will einladen, Leben und Werk des Autors Stefan Andres im Lichte seiner Korrespondenz nachzuverfolgen. Er gehörte über lange Jahre zu den meistgelesenen und weit über die Literatur hinaus beachteten Schriftstellern seiner Zeit. Mit Hilfe seines Briefwechsels kann der Leser nicht nur an seinen Bemühungen um Austausch teilhaben und seine Hoffnungen und Wünsche verfolgen. Vielmehr wird in seinen Briefen die ganze Spannweite seines Werkes sichtbar. In ihm zeigt er sich als streitbarer Zeitzeuge und als bewußt sich entfernender Zeitenwanderer – auf „Aquädukten der Erinnerung“ und der Utopie –, leidenschaftlich sich einmischend in künstlerische wie gesellschaftliche Auseinandersetzungen und souverän distanzwahrend gegenüber einseitiger politischer Parteinahme, gebunden an die Erfahrungen seines Jahrhunderts und auf der Suche nach dem, was diese Erfahrungen zu übersteigen vermag. Sein Denken und Schreiben umkreist einen bleibenden europäischen Raum, bewegt sich zwischen moselländischer Heimat und Mediterraneum, christlichem Abendland und antiker Geisteswelt, zwischen Zeitgenossenschaft und Mythos. Darin liegt das lebendige Bild einer Epoche und all der vielfältigen und widersprüchlichen Kräfte, die in ihr wirksam wurden. Dieses Bild verdient beachtet und aufgehoben zu werden. Mit den Worten des Autors gesprochen: „Für Ihre Anteilnahme an meinem Schaffen empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank.“ (An Gustav Kiepenheuer, Br 10/1, 9.6.1937)

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Man kann also in fühlbarer Nähe zu Person und Werk mit Stefan Andres eine ganze Epoche erleben.  Mit H. Mann wird man sagen können: „Ein Zeitalter wird besichtigt“, und dabei wirft man wie bei St. Zweig einen Blick in „Die Welt von Gestern“.

Vielleicht entdeckt man, welche Beziehungen, Sichtweisen und Einstellungen sich in dieser Andres-Korrespondenz auftun mit Bezug z.B. auf Gustav Gründgens, auf einen Reichsschrifttumsleiter, auf Günter Grass, auf den Panentheismus, auf den Nobelpreis für Literatur etc.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Anmeldung bitte bei: brumathfrz@aol.de – Tel.: 06502/937648

oder  wokeil40@t-online.de –Tel.: 0651/67177.

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Wolfgang Keil

 

 

 

Rundbrief Nr. 136 – Im September 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Vor 70 Jahren erschien der Roman „Ritter der Gerechtigkeit“ im Scientia Verlag (Zürich). Darin variiert Stefan Andres das Thema „misericordia et iustitia“, das schon die Novelle „El Greco malt den Großinquisitor“ geprägt hat.

Fürst di A. muss erkennen, dass er den Titel „Ritter der Gerechtigkeit“ zu Unrecht getragen hat, denn mit seinem Palast ist auch seine moralische Fassade zusammengebrochen. Nun endgültig seines anspruchsvollen Titels entkleidet, zieht er sich inkognito zu den Ärmsten der Armen in das Hospital der „Inkurablen“ zurück, um sich büßend zu beweisen, dass diese Welt doch am Ideal teilhat. Im Streben nach wahrer Gerechtigkeit formuliert der Sterbende seine eigene Theodizee:

„Wir schädigen die Wahrheit am meisten, wir, die wir sie nur behaupten, ohne sie zu beweisen – so! Ah, wagte ich es, diesen Platz zu verlassen, hätte ich mich an der höchsten Wahrheit: der Liebe – vergangen, ich wäre ein Ungerechter; Ja, ich hätte Angst für mich und die Welt, ja, für die Wahrheit selber!“

„Santa Maria del Popolo degli Incurabili“ im Zentrum Neapels

 

 

 

 

 

 

„Santa Maria del Popolo degli Incurabili“ im Zentrum Neapels

Am heillosen Ort kann dann der Protagonist den Tod des demütigen Freundes mit frohen Worten verkünden:

Fabio aber sagte vernehmlich in den Saal hinein: „Wir werden es nun jedermann sagen, warum dieser Mensch hier starb.“ Einige der Kranken wandten bei Fabios Worten die Gesichter herüber. Der junge Mann stand ohne Träne da, sondern mit einem versonnenen Lächeln in die Ferne blickend, als er es ihnen erklärte, wer hier soeben gestorben war und warum er seinen Platz vor dem kleinen Altar nicht verlassen hatte. Und es war ihm einerlei, ob sie es begriffen oder nicht: dass die Wahrheit sich bewiesen hatte – in einem Menschen.

Der Roman, der an Aktualität und Farbe nichts eingebüßt hat, wurde im dtv 1960 erneut veröffentlicht.   – Er kann bei der StAG zum Preis von 7 € erstanden werden.

Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Keil

 

 

 

Rundbrief Nr. 135 – Im August 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

In seinem Beitrag „An der ‚Göttlichen Küste‘. Anregungen von Individualisten für den Urlaub des Arztes“ schwärmt Stefan Andres trotz eines gewissen Abstandes zum Touristen-Positano der 60er Jahre noch immer von der Costiera Divina und preist die „durch den Tourismus kam zu verwüstenden Poseidons-Töchter“ Positano, Amalfi, Ravello, Salerno und Paestum. – Und die Magna Graecia ist ihm höhere Heimat geblieben.

Die „Göttliche Küste“ liegt im alten Großgriechenland mitten darin, und auch von daher und nicht allein von ihrer ekstatischen Natur rührt es, dass diese Landschaft und ihre Menschen den Fremden so freundlich aufnehmen, als wäre es schon früher einmal dagewesen und gehörte eigentlich hierher. (Farbwerke Höchst AG, Frankfurt am Main 1969)

Mehr zum Rückzugsort der Familie Andres in den Jahren 1937 bis 1950 in faktischen und literarischen Aussagen von Dorothee und Stefan Andres finden Sie im Anhang.

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen und den besten Urlaubswünschen

Ihr

Wolfgang Keil

Anhang: Stefan Andres‘ Positano – Ort der Zuflucht, der Feier, der Trauer und der Sehnsucht

 

Rundbrief Nr. 134 – Im Juli 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Unser Mitglied Christian Irsfeld hat ein Foto von seinem „Ausflug“ ins Riesengebirge gesandt. Es zeigt die Gedenktafel, die 2003 von der StAG in Lomnitz/Lomnica, dem Geburtsort von Dorothee Andres (geb. Freudiger), errichtet worden ist. – Der Text der in Deutsch verfassten linken „Buchseite“ lautet:

 

                                                                                           In diesem Ort

                                                                                        schuf der Dichter

                                                                                        STEFAN ANDRES

                                                                             * 1906 bei Trier   + 1970 in Rom

                                                                             1935 eine seiner bedeutendsten

                                                                                               Novellen

                                                                                             EL GRECO

                                                                                  malt den Großinquisitor

                                                                            Hier wurde seine Frau geboren

                                                                                     Dorothee Freudiger

                                                                         *1911 in Lomnitz   + 2002 in Rom.

 Stele mit Gedenktafel

 Stele mit Gedenktafel – Foto: Christian Irsfeld

 

Nachdem Stefan Andres seine Stelle beim Deutschen Rundfunk verloren hatte, weil er den Ariernachweis für seine Frau und sich selbst nicht erbringen konnte, hielt es die junge Familie für geraten, sich in die „Einsamkeit des Riesengebirges“ – so Andres 1935 an den Schriftstellerkollegen Paul Alverdes – zu den Schwiegereltern in Lomnitz zurückzuziehen.

Dort entstand die Künstlernovelle „El Greco malt den Großinquisitor“, ausgelöst durch den Anblick des Großinquisitor-Porträts von El Greco. Während Andres nachts intensiv an der unbedingt auch zeitkritisch zu lesenden El Greco-Novelle arbeitete, schuf er quasi zum Ausgleich die heitere Satire „Vom heiligen Pfäfflein Domenico“.

Dazu schreibt Dorothee Andres in „Carpe Diem“ – Mein Leben mit Stefan Andres:

In einer [geliehenen Zeitschrift] war El Grecos Bildnis vom Großinquisitor veröffentlicht. Daran entzündete sich Andres‘ Fantasie, er konnte in der Parallele zu jenen vergangenen Zeiten ausdrücken, was er gegen das Regime im Jahre 1935 nicht schreiben konnte. Nun saß er Nacht für Nacht über dieser Novelle. Hier konnte er in der „verdeckten Schreibweise“ alles das mitteilen, was direkt nicht gesagt werden durfte. Aber unsere Sehnsucht nach Freiheit wuchs, so schrieb er nebenher zu unserer Erheiterung die „Geschichten vom Pfäfflein Domenico“, „damit wir auch in diesen schweren Zeiten was zu lachen haben und uns wenigstens in der Vorstellung im Süden fühlen können“.

 

Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Wolfgang Keil

 

 

Rundbrief Nr. 133 – Im Juni 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Auch in diesem Jahr findet die Mitgliederversammlung der StAG wieder in der Nähe des Geburtstages des Schriftstellers Stefan Andres statt, der am 26. Juni 1906 im Dhrontal das Licht der Welt erblickte.

Im Jahresbericht werden der MV u. a. die Andres-Projekte der Stefan-Andres-Realschule plus und des Stefan-Andres-Gymnasiums (beide Schweich) sowie des Peter-Wust-Gymnasiums (Wittlich) vorgestellt.

Die Tagesordnung wird ergänzt durch

  • neue Informationen zu den letzten Tagen im Leben von Stefan Andres auf der Grundlage von Notizen der Frau von Hobe, die 2017 dem StA-Archiv übergeben wurden. Der Weg dorthin führte über ein unbekanntes Porträt des Schriftstellers, welches Frau J. Schmitt dem StA-Museum als Exponat zur Verfügung gestellt hat, und über die Vermittlung von Frau Heil. (H. Erschens)

 

  • die Beschreibung der Distribution von Andres-Texten in Tageszeitungen aus der Zeit der Zensur (1933-1945), die das StA-Archiv von M. Mossmann erhalten hat. Anhand von Beispielen kann die Arbeit der damaligen Redaktionen erschlossen werden. Zur Veranschaulichung eines besonderen Falls dient der Abdruck des Denkbildes „Der Mann mit der Frage“ vom 14. März 1943 in der „Brüsseler Zeitung“. (W. Keil)

 

Die Veranstaltung findet am 23. Juni, um 10.00 Uhr im Niederprümer Hof in Schweich statt. – Gäste sind willkommen.

 

Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Der Mann mit der Frage. Eine nachdenkliche Geschichte

 

 

Rundbrief Nr. 132 – Im Mai 2018 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Seit nunmehr fünf Jahren besteht in Schweich die Seniorenresidenz St. Martin, und etwa ebenso lange ist die Stefan-Andres-Gesellschaft (StAG) Partnerin dieser Wohn- und Pflegeeinrichtung. Wir freuen uns daher, zur Mitwirkung an einer Veranstaltung des Jubiläumsjahres eingeladen zu sein.

Zusammen mit der Mundartforscherin Yvonne Treis und dem ehemaligen Trierer Stadtschreiber Frank P. Meyer wird die StAG den dreiteiligen „Leseabend mit regionalem Flair“ gestalten helfen, der am 26. Mai 2018, um 19.00 Uhr, in der Seniorenresidenz stattfindet.

Unter dem Titel „Trier und das Moselland im Leben und im Werk von Stefan Andres“ werden die Rezitatoren M. Frede, A. Kruppert, P. Kruse, H. Lachmund und C. Schött (Vorstandsmitglieder der StAG) Texte von Stefan Andres in einer szenischen Lesung vortragen.

Die Zuhörer werden nicht nur dem „Kleinen Steff“, sondern auch anderen Figuren aus Andres-Land begegnen, z. B. der resoluten „Frau Ainert“, dem schrullig-treuherzigen Eucharius und sogar dem „Marxe Karlchen“ begegnen.

Außerdem wird man erfahren, wie Stefan Andres die Kelten, die Römer und die Franken einschätzt, als deren später Nachfahr er sich versteht.

So sagt er z. B. von den Franken und von sich selbst:

Als im Jahre 395 die Kaiserresidenz von Trier nach Lyon und schließlich nach Mailand verlegt wurde, eroberten die Franken als nun führender germanischer Stamm die ehemals römische Residenz. Aber sie kamen nicht als Mordbrenner, sondern suchten das zivilisatorische Werk der Römer zu erhalten.

Die Trierer aber, die schon Provinzlatein gelernt hatten, mussten abermals die Sprache wechseln. Jetzt sprachen sie Ostfränkisch. Und hätte Napoleon sein Konzept verwirklicht, hätten die Mosellaner wieder umlernen müssen. Und ich hätte Französisch geschrieben.

Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr

Wolfgang Keil

 

 

 

Rundbrief Nr. 131 – Im April 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Zu den Texten, die M. Mossmann aus den Zeitungsarchiven des vorigen Jahrhunderts zutage gefördert hat, zählt auch ein Essay von Stefan Andres mit dem sperrigen Titel:

„Das Problem und der leidende Geist“.

Der Beitrag erschien – umgeben von propagandistischen Artikeln – auf Seite drei der Rheinisch-Westfälischen Zeitung vom 17. Mai 1942. Was wie eine literaturtheoretische Betrachtung beginnt, mündet sehr bald in die existentielle Frage, wie wir angesichts unseres Leidens leben sollen.

Bei der Beantwortung der Frage geht Andres mit bemerkenswerter Stringenz vor. Er weicht selbst dem Paradoxon nicht aus, dass der Geist des Menschen zugleich Subjekt und Objekt des Leidens ist, dass der Mensch zur Existenz im selbsterzeugten Leiden verpflichtet ist. Denn nur im „Kampf gegen die Verzweiflung“ kann er seine Würde wahren, und nur dieses Ringen berechtigt ihn überhaupt zu einer Hoffnung. – Der Glaube aber, aus dem Hoffnung erwachsen kann, erinnert den Andres-Leser an die „scheinbar faule Aktie“ in der ebenfalls 1942 erschienenen Novelle „Wir sind Utopia“.

Ähnlichkeit in der Auffassung vom und der Einstellung zum Leben besteht auch zwischen dem Paradoxon bei Andres und dem von Albert Camus formulierten Absurden. In „Licht und Schatten“ (1936) diagnostiziert dieser: „Es gibt keine Liebe zum Leben ohne Verzweiflung am Leben“. Verwandt mit dem Prometheus des Essays von Andres ist dementsprechend Camus‘ absurder Held in „Der Mythos von Sisyphos“ (1942): Beide Menschengötter müssen sich am irdischen Fels ihrer Existenz bewähren.

Eine ebenfalls existenzialistische Sicht offenbart fast gleichzeitig Gottfried Benns Essay „Provoziertes Leben“, der als Druckvorlage auf 1943 datiert ist. Die unendliche Kluft zwischen (verlorenem) Ich und (schweigender) Wirklichkeit und das darin begründete „Leiden am Bewusstsein“ versucht Benn durch äußerste Steigerung des Lebens zu überwinden: „Leben heißt provoziertes Leben“.

Wie Benn und Camus widersetzt sich Andres mit seinem Versuch über den geistigen „homo patiens“ nicht zuletzt dem ideologisch infizierten Denken einer kleingeistigen Großwetterlage.

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr

Wolfgang Keil

 

Anhang: Das Problem und der leidende Geist

 

Rundbrief Nr. 130 – Ostern 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Zwölf Jahre seines Lebens hat Franz Gratian, der Protagonist des Andres-Erfolgsromans „Der Mann von Assisi“, in dem kleinen Kloster Asteriou auf halber Höhe des Athener Hausberges Hymettos verbracht, als er, durch das Auftauchen seines Sohnes zur späten Annahme seiner Vaterrolle bewegt, den Ort selbstgewählter Einsamkeit verlässt, der ihm doch einiges bedeutete:

In Asteri ist es eigentlich ganz schön; und die Heiligen an den Wänden des Kirchleins, welche sich so herrlich wenig um ihn kümmern, sie sind ihm handfeste Nachbarn geworden. (Foto im Anhang)

Die Abreise wirkt wie eine Flucht, sie ist jedoch Zeichen einer Wandlung, die einer „Auferstehung“ gleichkommt. Deshalb ist es kein Zufall, dass der Aufbruch in ein neues Leben während der Karwoche vollzogen wird. Diese ist mit dem Osterfest nach dem Julianischen Kalender berechnet, wie Gratian seinem Sohn auf dessen Frage, ob  Palmsonntag nicht schon vorüber sei, erklärt:

„In deinem Kalender, dem Gregorianischen“, Gratian lächelte, „wir stehen hier im alten Kalender, darum geschieht bei uns alles zwölf Tage später.“

Und im Blick auf die Karwoche und das Osterfest heißt es weiter:

„Ja, Kyrie, heute beginnt die heilige Woche!“ Und der Mönch hebt den Zuber und geht fort. Also doch! Das ist ein schöner Name: heilige Woche. Brave Mönche und eifrige Christen fasten nun noch strenger als in den Wochen zuvor und bereiten sich auf die Auferstehung vor.

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit den besten Wünschen und Grüßen zum Osterfest!

 

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Foto von Kloster Asteriou – Blick in das Innere des Katholikons

 

 

Rundbrief Nr. 129 – Im März 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser,

 

Seit 2012 verbindet eine dauerhafte Kooperation die Stefan-Andres-Gesellschaft mit dem Stefan-Andres-Gymnasium Schweich.

Anlässlich der ersten Absolvierung des Abiturs am StA-Gymnasium wurde erstmalig ein von der StAG gestifteter Abiturpreis (Dotierung: 250 €) verliehen, und zwar für die beste Abiturarbeit im Fach Deutsch.

Mit dem Preis soll die schriftliche Auseinandersetzung junger Menschen mit anspruchsvollen literarischen und nichtliterarischen Themen gewürdigt werden.

Als Wertungskriterium kommt dabei – in der Zeit von tweet per twitter – dem Aufsatz als Zusammenhang und Sinn vermittelnder Form des Schreibens besondere Bedeutung zu.

Die zur Preisverleihung während der Abiturfeier gehaltene Rede versucht eine Brücke zu schlagen von der Abiturthematik zum Werk von Stefan Andres . (Anhang)

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit den besten Wünschen zum Osterfest und mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Rede zur Verleihung des Stefan-Andres-Abiturpreises

 

 

Rundbrief Nr. 128 – Im Februar 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

 

Im Dezember 1936 erscheint in der Rheinisch-Westfälischen Zeitung die Anekdote „Der Ausweg“ von Stefan Andres. Sie verleiht der Absicht des Verfassers, möglichst bald Deutschland zu verlassen, unverblümt Ausdruck.

Wenig später, am 7. Januar 1937, folgt die „Parabel über die Verfänglichkeit des Lebens“ in der Frankfurter Zeitung (s. Anhang).

Darin ahmt Stefan Andres – archaisierend und parodierend – den Duktus der Erbauungsliteratur nach. Der Protagonist der „Parabel“ , ein selbstzufriedener Freizeitzyniker, scheitert mit seiner nihilistischen Weltsicht ausgerechnet an denen, die er im Elend zu wissen glaubt. Er bietet daraufhin die an Leibniz erinnernde „beste aller Welten“ feil, um sich schließlich an einem allegorischen Brückengeländer zu verfangen. Wegen dieses Missgeschicks ergibt er sich dem Leben als Leben.

Angesichts der existenziell bedrohlichen Lebenslage des Autors und seiner Familie, denen erst im September 1937 die „Ausreise“ nach Italien gelingt, sprechen aus der „Parabel von der Verfänglichkeit des Lebens“ ein erstaunlicher Gleichmut, große Selbstbescheidung und eine stoische Schicksalsergebenheit, wie sie Stefan Andres laut „Carpe Diem“ von Dorothee Andres beim Verlassen Deutschlands zeigt, als er zu singen anhebt: „Innsbruck ich muss dich lassen …, da ich im Elend bin“. Elend und Rettung zugleich erwartet die Familie von der „Fremde“ Italiens.

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Parabel über die Verfänglichkeit des Lebens (gekürzt)

 

 

 

Rundbrief Nr. 127 – Im Januar 2018

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

 

Dem hellen Himmel Griechenlands setzt Stefan Andres, der sich selbst einen „Fanatiker des Lichts“ nennt (letztes Interview 1970), seinen Protagonisten des Romans „Der Mann von Asteri“ aus.

Dieser versucht, im Kloster Asteri, auf halber Höhe des Hymettos, als Einsiedler zu sich selbst zu finden – in der Einsamkeit zwar, aber mit dem privilegierten Blick auf die Akropolis, für Andres die „erhabenste Stätte der Menschheit“ (Sprache des Temenos, 1935).

Dass er der kreativen Impulse, die von dieser Aura ausgehen, unbedingt bedarf, behauptet Andres (fast) glaubwürdig in einem politisch brisanten Brief an die Reichsschrifttumskammer im Jahr 1935.

Dass dem Ort auch lebensweltliche Bedeutung zukommt, wird deutlich an den Einträgen von Dorothee Andres in ihrem Lebensbericht „‘Carpe Diem!‘ Mein Leben mit Stefan Andres“ (2009).

 

Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr

Wolfgang Keil

 

Anhang: Kloster Asteriou auf dem Hymettos

 

Rundbrief Nr. 126 – Im Dezember 2017
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!Das Thema „Die Stadt und die Städter. Stefan Andres und seine Roma secunda“ der diesjährigen Veranstaltung „Literatur und Weinkultur“ entfaltete vor über 80  interessierten Besuchern die kulturhistorische Perspektive über Trier hinaus auf die Antike. Der heutige Andres-Beitrag richtet sich demgegenüber auf das gesamte Abendland, das ohne den Geist der Antike und des „Morgenlandes“ nicht gedacht werden kann.1974 veröffentlichte die „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ eine Weihnachtsbetrachtung, die Stefan Andres schon im Jahr 1952 verfasst hatte und die der Zeitung von der Witwe des Schriftstellers,Frau Dorothee Andres, aus dem Nachlass zum Abdruck übergeben wurde. (s. Anhang)Es ist jetzt an uns „Abendländern“ zu prüfen, ob das Urteil der Zeitung von 1974, Andres habe die Betrachtung 1952 „in prophetischer Schau“ geschrieben noch auf die globalen Verhältnisse unserer Zeit zutrifft.Die StAG hat den Zeitungsartikel von den Mitgliedern Dr. Udo und Linda Neumann (geb. Ritgen) 2017 als Gabe für das Archiv erhalten.Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und viel Glück im neuen  Jahr!Ihr Wolfgang KeilAnhang: „Folgt das Abendland seinem Schicksalsstern? Eine Weihnachtsbetrachtung von Stefan Andres“Stefan Andres im Trier-Jahrbuch 2017 (Nachtrag zum Rundbrief Nr. 126)Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!Der empfehlenswerte Beitrag „Vordenker und großer Europäer. Schriftsteller Stefan Andres hat in Trier und Region viele literarische Spuren hinterlassen“von Horst Lachmund ist abgedruckt in: Neues Trierisches Jahrbuch 2017, Trier 2017.Der vom Verein Trierisch herausgegebene 57. Band umfasst 304 Seiten, enthält Beiträge zu Geschichte, Kultur, Architektur, Kunst und Mundart der Stadtund ist zum Preis von 12 € im Buchhandel erhältlich .In die von Stefan Andres geliebte Stadt Trier führt auch das Heft Nr. 6 der Schriftenreihe der StAG: „‘Erhabene Stadt der Trierer‘.Stefan Andres und seine Roma secunda“. Es ist für 7.00 € (Mitglieder 5 €) bei der Stefan-Andres-Gesellschaft erhältlich.Im Namen der StAG mit den besten Wünschen  zum Weihnachtsfest und zum neuen JahrIhr Wolfgang KeilRundbrief Nr. 125 – Im Oktober 2017Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!In dem gutbesuchten Vortrag (60 Gäste) des Andres-Forschers M. Mossmann zum Thema „Süße Oliven in Salzwasser. Der unbekannte Stefan Andres“ übergab der Referent dem StA-Archiv eine Sammlung von kompletten Zeitungsseiten in einer blauen Mappe, wie sie der kleine Steff in „Der Knabe im Brunnen“ als „Pappdeckelschachtel“ des Trierer Textilgeschäfts „Zur Blauen Hand“ nach Hause trägt – nur dass die neue blaue Mappe statt Textilien Texte enthält, und zwar 50 Andres-Veröffentlichungen aus den Jahren 1935 bis 1943, zusammengestellt aus insgesamt 13 damaligen Zeitungen.Die ganzseitigen Kopien zeigen Andres („süße Oliven“)  im Kontext der regimenahen Nachrichten („Salzwasser“) und erlauben die Markierung des Kontrasts zur Sprache des Dritten Reiches (LTI).Die Sichtung der Original-Kopien eröffnet zudem die Möglichkeit, einen Blick in die Arbeit der damaligen Zeitungsredaktionen zu werfen. Dabei zeigt sich, dass Andres-Texte als Kommentare zur politischen Berichterstattung in manchmal riskanter Weise instrumentalisiert wurden: Mut und Chuzpe verrät z. B. das direkte Nebeneinander eines Artikels zur Rassenforschung von Hans F. K. Günther und der die Flucht erwägenden Andres‘ Anekdote „Der Ausweg“ in der Rheinisch-Westfälischen Zeitung vom 9. Dezember 1936: Eine Ursache-Wirkung-Relation im Dienst der Regimekritik.Solche Phänomene bieten sich als Gegenstand einer empirischen Rezeptionsforschung an.Im Anhang finden Sie die Einladung zum diesjährigen „Geselligen Abend – Literatur und Weinkultur“ mit dem Thema „Die Stadt und die Städter“.Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen GrüßenIhrWolfgang KeilAnhang: Einladung

 

Rundbrief Nr. 124 – Im September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

 

Im Anhang finden Sie die Einladung der StAG zu einem Vortrag des Andres-Forschers Manfred Mossmann

mit dem Thema

Süße Oliven in Salzwasser. Der unbekannte Stefan Andres“.

 

Im Namen der Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Einladung

 

Rundbrief Nr. 123 – Im August 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Gila Lustiger, Empfängerin des diesjährigen Stefan-Andres-Preises der Stadt Schweich, ergänzt die Berichte ihres Essays „Erschütterung. Über den Terror“ (2016) durch die Schilderung unorthodoxer Lösungsversuche anekdotischen Charakters. Die erzeugten Pointen markieren den ergebnisoffenen Gang weiteren Wägens über den Rand der literarischen Versuchs-Anlage „Essay“ hinaus.

Für diese Art von Kunstprosa formuliert Alfred Polgar in seinem „Handbuch für Kritiker“: „Der Zuschuss an Überlebenswahrheit ist es, der Dichtung vom Bericht unterscheidet.“

Dass der Appell Gila Lustigers dem von Stefan Andres ähnelt, soll im 2. Teil des Schlusswortes der Verleihungsfeier veranschaulicht werden (s. Anhang).

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Zum Einrenken einer aus den Fugen geratenen Welt bei Gila Lustiger und Stefan Andres (Teil 2)

 

Rundbrief 122 – Im Juli 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

 

Die diesjährige Verleihung des Stefan-Andres-Preises der Stadt Schweich an die in Frankfurt geborene und als freie Schriftstellerin in Paris lebende Autorin Gila Lustiger lässt sich überzeugend mit der Verwandtschaft ihres Werkes mit dem von Stefan Andres begründen: Beider Schaffen ist Ausdruck eines dezidiert humanistischen Denkens und Schreibens.

Da sich nun aber die Preisvergabe ausdrücklich auf Gila Lustigers Roman „Die Schuld der anderen“ (2015) und ihren Essay „Erschütterung. Über den Terror“ (2016) gründet, soll diese komplementäre Roman-Essay-Verbindung in ihrem Verhältnis zu Stefan Andres‘ Werk im Schlusswort der Verleihungsfeier in den Blick gerückt werden.

Dabei werden große Ähnlichkeiten sichtbar, und zwar sowohl hinsichtlich der Verwendung literarischer Formen als auch hinsichtlich des Appellcharakters von Essay-Inhalt einerseits und von Figurenrede

andererseits.

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang : Zum Einrenken einer aus den Fugen geratenen Welt bei Gila Lustiger und Stefan Andres (Teil 1)

 

Rundbrief 121 – Im Juni 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser!

Der „Stefan-Andres-Preis der Stadt Schweich für Literatur deutscher Sprache“ wird in diesem Jahr an die 1963 in Frankfurt am Main geborene,  in Paris lebende Autorin Gila Lustiger verliehen.  Der Festakt, zu dem Sie herzlich eingeladen sind, findet am 16. Juni (Fr), 18.00 Uhr, in der ehem. Synagoge in Schweich statt.

Für die Preisverleihung ist die geistige Nähe zu Stefan Andres maßgebend, wie sie sich in Lustigers Roman „Die Schuld der anderen“ (2015) und in ihrem Essay „Erschütterung. Über den Terror“ (2016) zeigt. Die Bereitschaft zur vorurteilsfreien Verständigung und das Bemühen um die Versöhnung gegensätzlicher Weltvorstellungen kennzeichnen die Grundhaltung der beiden Autoren. Bei Stefan Andres denkt man in diesem Zusammenhang sogleich an seinen Roman „Die Hochzeit der Feinde“ (1946).

Gila Lustiger hat für ihren Essay „Erschütterung“, der dem Unfassbaren der Terrorakte nachzuspüren versucht, nicht nur Informationen aus den Medien abgerufen, sondern sie hat die sozialen Brennpunkte, aus denen die Täter stammen, die Banlieues von Paris, selbst besucht, um sich ein Bild zu machen von der Lebensweise der gesellschaftlich nicht integrierten Jugendlichen. – Der Auszug aus „Erschütterung“ im Anhang spricht von dieser Erfahrung vor Ort.

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Rundbrief Nr. 121

 

Rundbrief Nr. 120 – Im Mai 2017

Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Leserinnen und Leser!

Der literarische Spaziergang der StAG durch Trier am Anfang des Monats hatte eine erfreuliche Resonanz. Die an fünf Stationen rezitierten Texte aus Romanen, Novellen und Essays von Stefan Andres fanden ebenso großes Interesse wie der ergänzende Vortrag von Walter Blasius zu der Frage: ‚Warum macht die Mosel um Trier einen Bogen?‘

Die zitierten Andres-Texte finden sich in dem neuen Heft der ‚Schriftenreihe der StAG‘ mit dem Titel:

‚Erhabene Stadt der Trierer‘ – Stefan Andres und seine Roma secunda. Ein literarischer Stadtbegleiter.

Das Heft enthält neben ca. vierzig Texten zwölf farbige Abbildungen, darunter zwei Andres-Gemälde, das frühere Hotel Porta Nigra, das Karl-Marx-Porträt von Walter Baumeister und ein literarischer Stadtplan.

Das Heft ist erhältlich zum Preis von 7 €, Mitglieder 5 €.

Im Anhang finden Sie einen Ausschnitt aus dem Brief von 1946, in dem Stefan Andres seine Vorstellungen von einem kulturell attraktiveren Trier entwickelt.

 

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Einladung: Die Verleihung des Stefan-Andres-Preises der Stadt Schweich findet am 16. Juni 2017 um 18.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Schweich statt.

Preisträgerin ist die Schriftstellerin Gila Lustiger mit ihren Werken „Erschütterung“ und „Die Schuld der anderen“. Laudatorin ist die Politikerin Julia Klöckner.

 

Für die Stefan-Andres-Gesellschaft mit freundlichen Grüßen

Ihr Wolfgang Keil

 

Anhang: Rundbrief Nr. 120

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